



Als der gelernte Uhrmacher Gerhard Diedrich Wilhelm Wempe am 5. Mai 1878 mit 21 Jahren und einem Startkapital von 80 Mark den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, ahnt niemand, dass damit der Grundstein für ein international operierendes Familienunternehmen gelegt wird. Es ist Gründerzeit im deutschen Kaiserreich: Im gleichen Jahr formuliert Reichskanzler Otto Bismarck die Sozialistengesetze.
Zwei Jahre zuvor war Konrad Adenauer geboren worden – der spätere Lenker einer zweiten Gründerzeit. Gerhard D. Wempe ist ein Marketing-Talent. Er legt die Uhren dekorativ auf selbst gemachte, samtbezogene Tafeln, die „Kartuschen“, und baut große Schaufenster und Schaukästen in die Stube seiner Tante ein. Wempe kann sich bald nicht nur einen Gehilfen leisten, sondern auch ein Hochrad – damals als Statussymbol sehr beliebt. In seiner Freizeit trainiert er im Turnverein und liegt auch hier im Takt mit dem Zeitgeist.
Zwei Jahre zuvor war Konrad Adenauer geboren worden – der spätere Lenker einer zweiten Gründerzeit. Gerhard D. Wempe ist ein Marketing-Talent. Er legt die Uhren dekorativ auf selbst gemachte, samtbezogene Tafeln, die „Kartuschen“, und baut große Schaufenster und Schaukästen in die Stube seiner Tante ein. Wempe kann sich bald nicht nur einen Gehilfen leisten, sondern auch ein Hochrad – damals als Statussymbol sehr beliebt. In seiner Freizeit trainiert er im Turnverein und liegt auch hier im Takt mit dem Zeitgeist.
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