



Uhrenlexikon

Was versteht man unter einem Achttagewerk oder unter einer Savonette? Was verbirgt sich hinter der Abkürzung COSC? Hier können Sie es nachschlagen.
Stabförmiger, in den 1920er und frühen 1930er Jahren ausgesprochen erfolgreicher Uhrwerkstyp, dessen Proportionen (Längs-/Querseite) in einem Verhältnis von mindestens 3:1 stehen.
Silberweißes, schmiedbares Metall aus der Gruppe der Erdalkalimetalle. Legierungen mit Berylliumzusatz zeichnen sich durch eine außerordentliche Härte, Festigkeit und Elastizität aus. In Uhren wird Berylliumbronze z. B. zur Herstellung von Unruhn verwendet (Glucydur).
Uhrengehäuse in einer Materialkombination von zwei verschiedenfarbigen Metallen, wie Edelstahl und Gelbgold, Weißgold und Gelbgold, Rotgold und Gelbgold. Verschiedentlich werden die gelben Partien auch nur vergoldet.
Bis zur Erfindung der autokompensierenden Unruhspirale kamen bei hochwertigen mechanischen Uhren bimetallische Kompensationsunruhen zum Einsatz. Ihr an den Schenkeln aufgeschnittener Reif bestand aus zwei Metallen (Stahl und Messing) mit unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten bei Temperaturschwankungen. Auf diese Weise wirkte das wechselnde Trägheitsmoment den thermisch bedingten Längenänderungen der Unruhspiralen aus Federstahl entgegen.
Im Stil langer handwerklicher Tradition blau angelassene Stahlteile. Das Bläuen erfordert viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung. In einer kleinen Pfanne werden die Teile über einer Flamme erhitzt. Bei knapp 300 Grad nimmt die Oberfläche die gewünschte Farbe an.
Armbanduhr mit einem besonders robusten Zeigerwerk, bei der sich das Glas samt Glasrand zum Zweck des Abtastens der Uhrzeit aus der Zeigerstellung hochklappen lässt. Blindenuhren besitzen zudem meist erhabene, in Punktschrift dargestellte Stundenindices.
Speziell ausgeformtes Metallteil, in dem sich mindestens ein Zapfen eines Drehteils einer Uhr bewegt. Eine Brücke ist an beiden Enden mit der Platine verschraubt, in der sich das (die) Gegenlager befindet (befinden). Die Brücken erhalten ihren Namen normalerweise nach demjenigen Drehteil, für das sie ein Lager sind, z. B. Minutenradbrücke oder Federhausbrücke
Die Räder des Uhrwerks werden unter einzelnen Brücken gelagert, die ihrerseits mit der Platine verschraubt sind.
Den entscheidenden Beitrag zur Optimierung der Unruhspirale leistete Abraham-Louis Breguet. Der geniale Uhrmacher erkannte die Bedeutung der Endkurve für das konzentrische „Atmen“ der Unruhspirale. 1795 präsentierte er die später nach ihm benannte „Breguetspirale“. Ihr typisches Erkennungszeichen bestand und besteht in einem hochgebogenen äußeren Ende. Dieses vermeintlich marginale Detail bringt in aller Regel das letzte Quäntchen an Präzision. Ab etwa 1860 beschäftigte sich Edouard Philips ausgiebig mit der Spiralfeder und ihren Formen. Seine Untersuchungen, publiziert ab 1861, haben bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. Die Tabellen und grafischen Vorlagen des französischen Mathematikprofessors bildeten eine unverzichtbare Basis für die Ausformung der Unruhspirale. Infolge der beträchtlichen Herstellungskosten sind Breguetspiralen heute nur noch in sehr hochwertigen Kalibern zu finden.
Beliebte, sehr elegante und klassische Zeigerform mit einem Loch in der Spitze.














































