Uhrenlexikon
WEMPE UHRENLEXIKON: SCHÖNES WISSEN.
Was versteht man unter einem Achttagewerk oder unter einer Savonette? Was verbirgt sich hinter der Abkürzung COSC? Hier können Sie es nachschlagen.
Uhren, die die unterschiedlichen Monatslängen im Laufe eines Schaltjahreszyklus richtig anzeigen. Nur der 29. Februar ist ihnen fremd, weil sie kein Rad besitzen, das sich einmal innerhalb von vier Jahren um seine Achse dreht.
Uhr mit Sprungdeckel, in dessen Zentrum sich eine kreisrunde Öffnung befindet. Dadurch lässt sich die Zeit auch in geschlossenem Zustand ablesen. Dieser auch „half hunter“ genannte Gehäusetyp kam hauptsächlich bei Taschenuhren zum Tragen. Bis in die 1920er Jahre, als es noch keine bruchsicheren Gläser gab, entstanden gelegentlich auch Halbsavonnette-Armbanduhren. Im Gegensatz zu den Taschenuhren war der Ausschnitt im Deckel hier meist nicht verglast.
Zeitmesser, bei dem die Zugfeder von Hand gespannt werden muss.
Ein Handaufzugwerk besteht, je nach Konstruktion, aus 80 und mehr Teilen. Es lässt sich prinzipiell in acht wichtige Funktionsgruppen einteilen: 1. das Antriebssystem als energiespendendes Organ 2. das Übertragungssystem zur Weiterleitung der Energie an 3. das Verteilungssystem, auch Hemmung genannt 4. das Reguliersystem 5. das Zeigerwerk 6. die Organe zur Zeitanzeige 7. das Zeigerstellsystem 8. das Aufzugsystem
Die Produktionszähler-Teilung hilft, die Produktionskapazität für gleichartige Stücke in einer Serienfertigung festzustellen. Bei Beginn der Fertigung eines Serienstücks wird der Chronograph gestartet und am Ende der Bearbeitung angehalten. Der Zeiger auf dem Zifferblatt zeigt dann an, wie viele Stücke pro Stunde hergestellt werden, vorausgesetzt, ein Stück dauert in der Herstellung nicht länger als 60 Sekunden.
Mechanismus, der die Kraft der Zugfeder in kleinen Kraftschüben an das Schwingsystem (Unruh und Unruhspirale) einer Uhr weiterleitet und das ungebremste Ablaufen des Uhrwerks verhindert. Die Hemmung besteht u. a. aus dem Ankerrad mit zugehörigem Trieb sowie dem Anker mit den beiden Paletten und der Ankergabel. In hochwertigen Armbanduhren findet heute größtenteils die Schweizer Ankerhemmung Verwendung. Der Name resultiert aus der spezifischen, in der Schweiz entwickelter Form des Ankers und der Geometrie dieses Hemmungssystems. Die Hemmung einer mechanischen Armbanduhr führt Schwerstarbeit aus: Bei einer Unruhfrequenz einer von 28.800 Halbschwingungen/Stunde lässt sie das Räderwerk täglich 691.200-mal vorrücken. Im Laufe von vier Jahren ergibt dies mehr als eine Milliarde Kraftstöße. Das entspricht etwa der sechsfachen Leistung eines menschlichen Herzens.
Mechanismus, bei dem eine mit der Ziffernfolge 1 bis 12 bedruckte Scheibe den Stundenzeiger ersetzt. Durch einen Zifferblattausschnitt wird jeweils 60 Minuten lang die aktuelle Stunde digital, d.h. in Form einer Zahl angezeigt. Nachdem der Minutenzeiger die „12“ erreicht hat, springt die Scheibe ruckartig auf die nächste Ziffer und somit eine Stunde weiter.
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