



Uhrenlexikon

Was versteht man unter einem Achttagewerk oder unter einer Savonette? Was verbirgt sich hinter der Abkürzung COSC? Hier können Sie es nachschlagen.
Bei dieser Konstruktionsform von Uhrwerken, benannt nach den französischen Uhrmacher Jean-Antoine Lépine, stehen die Räder mit der Unruh in einer Ebene. Sie laufen auf einer Seite der Platine unter Brücken und Kloben. Außerdem befindet sich die Aufzugs- und Zeigerstellkrone mit dem Sekundenzeiger in einer Linie.
In der Uhrmacherei ein vielschichtiger Begriff. Streng genommen versteht man darunter den Glasreif eines Gehäuses. Dieser Glasreif wird mit dem eingepressten Glas auf das Mittelteil des Gehäuses aufgesprengt. Oft werden heute auch auf der Vorderseite von Uhrengehäusen befestigte Drehringe als Lünetten bezeichnet.
Armbanduhren werden – im Gegensatz zu Taschenuhren – in vielen verschiedenen Lagen getragen. Es sind dies die Positionen „Krone oben“, „Krone unten“, „Krone rechts“, „Zifferblatt oben“ und „Zifferblatt unten“. Bei Präzisionsuhren erfolgt daher eine Regulierung in diesen fünf Lagen.
Bohrungen für die Zapfen des Räderwerks. In feinen Armband- und Taschenuhren, aber auch bei Großuhren werden die Bohrungen speziell für die schnell drehenden Räder und Triebe mit Lagersteinen versehen. Einfache(re) Zeitmesser begnügen sich hingegen mit Löchern in den Platinen, Brücken oder Kloben. Dies führt dazu, dass die Bohrungen – insbesondere bei Ölmangel – nach geraumer Zeit „auslaufen“. In diesem Fall lassen sich Messing- oder Bronzefutter einsetzen.
Mit Hilfe eines Lapidärs (Poliermaschine) werden Flächen oder Kanten von Uhrenbestandteilen geschliffen und poliert. Dies steigert den optischen Eindruck und die Wertigkeit eines Uhrwerks.
"Abkürzung für „Liquid Crystal Display“ oder zu deutsch „Flüssigkristallanzeige“. Durch die Fähigkeit, unter Einwirkung eines elektrischen Felds auffallendes Licht zu streuen, haben Flüssigkristallfilme u.a. bei digitalen Quarzuhren große Bedeutung erlangt. Sie lösten Mitte der 1970er Jahre die LEDs weitgehend ab. Die LCD erzeugt kein eigenes Licht, sondern streut nur das auftreffende Licht. Vorteile: - geringer Stromverbrauch - permanente Anzeige, die nicht eigens aktiviert werden muss - Wahrnehmbarkeit in einem weiten Helligkeitsbereich - keine beweglichen Teile Im einfachsten Fall besteht eine LCD aus zwei Glasplatten, von denen jede auf ihrer Innenseite mit einer Elektrodenschicht bedeckt ist. Dazwischen befinden sich nematische Flüssigkristalle. Diese besitzen lang gestreckte Moleküle und eine annähernd parallele Ordnungsstruktur. Durch das Anlegen eines elektrischen Felds an die Elektroden wird Flüssigkristall erregt. Im feldlosen Zustand ist es klar und durchsichtig; stromdurchflossen wird es turbulent. Es streut Licht und erscheint für das Auge trüb."
Abkürzung für “Light Emitting Diodes” oder zu Deutsch Lichtemissionsdioden. Anfang der 1970er Jahre wurden diese optoelektronischen Elemente in Quarzuhren zur Zeitindikation verwendet. Wegen ihres hohen Stromverbrauchs musste die Zeitanzeige per Knopfdruck aktiviert werden. Aus diesen Gründen wurden die LED schon bald von der LCD abgelöst.
Zifferblatt, von dem sich auch nachts die Zeit ablesen lässt. Zu diesem Zweck sind die Ziffern oder Indices – aber auch die Zeiger – mit einer Leuchtmasse ausgefüllt. Nachdem Marie und Pierre Curie 1898 das Radium entdeckt hatten, dauerte es nur noch sieben Jahre, bis die Chininfabrik Büchler & Co., Braunschweig, Leuchtzifferblätter und -zeiger auf den Markt brachte. Wegen der hohen Strahlungsintensität wird reines Radium nicht mehr verwendet. Auch Tritium, ein radioaktives Isotop des Wasserstoffs mit der Massezahl drei gehört der Vergangenheit an. Tritium-Leuchtmasse erkennt man am Zifferblattaufdruck „Swiss Made –T“. Stattdessen gibt es nicht strahlende Leucht-Ausstattungen wie z.B. Super-LumiNova.
"Überlieferte Maßeinheit für Uhrwerksdimensionen, abgeleitet vom „Pied du Roi“, dem französischen Fuß. Zum Beispiel 11""' bei runden Werken oder 8 ¾ x 12""' bei Formwerken. Eine Linie entspricht 2,2558 mm. 1 franz. Fuß (´) = 12 Zoll (´´) = 144 Linien (´´´)"
Zylindrischer, im Zentrum durchbohrter synthetischer Stein, heute meist Rubin. Lochsteine werden zur Verminderung der Reibung und damit der Abnutzung in die entsprechenden Bohrungen der Platine, Brücken und Kloben eingepresst. In ihnen bewegen sich die schnelldrehenden Zapfen des Räderwerks. Bei sehr feinen Uhren besitzen die Steinlöcher keine zylindrische, sondern eine gerundete Form. In diesem Fall spricht man von olivierten Bohrungen. Die Olivierung dient einer weiteren Reduktion der Lagerreibung, weil sich die Berührungsfläche des Zapfens verringert. Außerdem besitzt der Zapfen eine größere Bewegungsfreiheit.
Innerhalb einer Lunation von etwa 29,5 Tagen durchläuft der Mond seine - von der Stellung Sonne - Mond - Erde abhängigen - Mondphasen (Neumond - erstes Viertel - Vollmond - letztes Viertel - Neumond).














































