ROMANTIK UND NOSTALGIE

Exklusiv für Wempe: Die roségoldenen Freundschafts- und Hochzeitsringe nach historischen Vorbildern der zwanziger Jahre werden bei Niessing hergestellt.

Zugegeben, dass ein Ring seinem Träger wirklich und wahrhaftig das Leben rettet, wie Ende 2007 jenem Antiquitätenhändler im US-Staat Mississippi, an dessen Trauring die Kugel eines Räubers abprallte – das ist eher selten. Aber diese eine große Hoffnung birgt doch jeder Ring: dass er helfen möge, kostbare Gefühle durch die Zeiten lebendig zu erhalten.

Mit den Heritage-Ringen, die jetzt nach Vorbildern aus den zwanziger Jahren von Niessing exklusiv für Wempe angefertigt werden, fällt das besonders leicht. Denn ihre meisterhaft ziselierten Dekors zaubern ein Lächeln hervor, jedes Mal, wenn man sie betrachtet oder ihrem Relief mit den Fingerspitzen nachspürt und ganz unmittelbar die Schönheit blühender Rosen empfindet, die Lebensfreude üppiger Weinreben, die Kraft von Eichenlaub…

Ringe sind Wünsche zum Anfassen. Schließlich symbolisiert dieses Schmuckstück ohne Anfang und Ende mehr als jedes andere die Sehnsucht nach ewiger Liebe oder nach einer Freundschaft für immer.

Diese Ringe waren lange vergessen, einige Exemplare verstaubten samt historischer Werkzeuge für die Herstellung im Firmenmuseum.

Bis sich eines Tages Niessings Marketingchef Thomas Nünning ihrer entsann und sie Wempes Schmuckexpertin Anja Heiden zeigte. Die war begeistert, sah, dass diese Ringe „ganz wunderbar zu unseren Heritage- Ketten mit den gedrehten Elementen passen“. So wurde beschlossen, die Produktion wieder aufleben zu lassen – exklusiv für Wempe.

Amorphe Formen sind heute untypisch für Niessings Designstrategie. „Retro ist nicht unser Anliegen“, erklärt Niessing-Chef Jochen Exner, der in vierter Generation das Familienunternehmen leitet. Wer den Namen Niessing hört, denkt zuerst an coolen Platinschmuck und an den Spannring, der in seiner Mitte einen Diamanten allein durch die Spannung hält.

Aus welchem Jahr genau und von welchen Schmuckkünstlern die historischen Ringe stammen, kann heute niemand mehr sagen. „Diese Muster müssen aus den zwanziger Jahren sein“, meint Jochen Exner, „ das ist die typische Formensprache des Jugendstils.“

Aus einigen historischen Prägewalzen, die bei Niessing in Schubladen schlummerten, hat Wempe die vier schönsten und feinsten für seine Heritage- Kollektion ausgewählt. Dass naturalistische Verzierungen mit Nostalgie-Touch ein Trend werden, ahnte Anja Heiden.

Die Heritage-Ringe von Wempe erfahren eine besondere Bearbeitung, die mit einem hohen Aufwand verbunden ist. Mit der Jahrzehnte alten Randlerscheibe, einer Art Matrize, die seinerzeit von Hand gestochen worden ist, wird das Ornament vorgeprägt und vorsichtig von außen auf den Ring gedrückt. Das ist sehr diffizil, denn schließlich muss der Rapport bei unterschiedlichen Ringweiten stimmen.

Mit ihrem handbetriebenen Randler von 1931, sagen die Männer in der Werkstatt, erzielen sie bessere Ergebnisse, als sie mit moderner Hydraulik möglich wären. Aber damit zwei bis drei Ringe etwas werden, müssen ungefähr fünf Stück angefertigt werden. Jeder Ziseleur hat seine eigene Handschrift, er fertigt deshalb immer ein Paar an. Trotzdem gleicht ein Ring nie exakt dem anderen. Die Zieselierarbeit mit den unterschiedlichen Punzen dauert mehrere Stunden – auch, weil rötliches Gold deutlich härter ist als Gelbgold.

Am Ende wird der Ring noch bombiert, also an den Seiten und innen ergonomisch abgerundet, um den Tragekomfort zu erhöhen. Und er wird innen glänzend poliert. Manuell gesetzte Stempel innen in der Ringmitte verraten den Feingehalt des Goldes (750), ein W steht für Wempe und das von einem Pfeil durchbohrte Herzzeichen für Niessing.

Ob als Trauring, Freundschaftsring, Familienring oder Mutter- Tochter-Ring – Titulierung und Verwendung bleiben der eigenen Fantasie überlassen. Die Heritage-Ringe sind ein Bekenntnis zu Qualität, Tradition und Romantik.

 
 
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